Mögliche begleitende
Symptome bei Sterbenden:
1. Schlafstörungen
2. Husten, Atemnot
3. Verwirrung
4. Schwäche
5. Appetitlosigkeit
6. Übelkeit, Erbrechen
7. Unruhe verschiedener Ursachen: volle Blase, volles Rektum, ungeklärte
Ding- deshalb nicht loslassen können, Schmerzen
=> palliative Maßnahmen einleiten. => home care Arzt?
Relativ kurz vor Eintritt des Todes sind die Sterbenden häufig sehr
schläfrig. Sie schlafen immer wieder, auch nach Ansprache, ein.
Es tritt auch eine Bewußtlosigkeit ein oder Koma, welches mehrere Tage
anhalten kann.
Es ist dabei zu bedenken, daß der Sterbende dennoch alles hört,
wahrnimmt und fühlt, was um ihn herum geschieht.
Insbesondere bei Unruhe des Sterbenden helfen dann beruhigende Stimmen
und Hautkontakt. (Streicheln, Halten der Hand etc.) auch meditative
Musik, ganz leise im Hintergrund.
a. Der Sterbende hat häufig ein Gefühl der inneren Hitze, obwohl
sich die Haut kalt anfühlt. er muß dann nicht unbedingt zugedeckt
werden mit einer dicken Decke, auch wenn er zu fiebern scheint. Er
friert nämlich nicht. Ein dünnes Tuch ist ausreichend und angenehmer!
b. Manche Sterbende haben das Bedürfnis nahezu im Bett zu
sitzen. Sie zeigen diesen Wunsch auch mit Gesten oder sogar mit Worten
an. Helfen Sie ihm beim Aufrichten und unterstützen mit Kissen oder
Decken diese Lage.
c. Das Gesicht verändert sich vor dem Sterben. Es "fallt
ein" Die Haut wird gelblich und "durchscheinend wie
Porzellan". Um den Mund herum zeichnet sich ein helles Dreieck ab.
Die Augen fallen ganz tief in die Augenhöhlen zurück. Der Blick wird
in die Feme gerichtet. Es scheint, als blicke er bereits in eine andere
Welt.
d. Manche Sterbende lassen in den letzten Stunden ein Rasseln
beim Atmen hören. Dieses ist kein Zeichen dafür, daß der Mensch
erstickt. Er leidet auch nicht darunter. Wenn es zu lange anhält, kann
der Arzt ein beruhigendes Mittel spritzen.
e. Zuletzt wird der Atem unregelmäßig, dann auch mit kürzeren
oder längeren Pausen. Zum Schluß ist ein längeres Ausatmen.
Nach Eintritt des Todes
Es ist wichtig, daß Ruhe und Frieden im Raum sind. Nach dem Eintritt
des Todes ist zunächst überhaupt keine Handlung notwendig. Nehmen Sie
sich die Zeit zum Abschiednehmen, die Sie brauchen. Wenn der Tod in der
Nacht eintritt ist es nicht notwendig, nachts bereits den Arzt zu rufen,
um den Totenschein ausstellen zu lassen.
Sie können ohne weiteres bis zum Morgen damit warten, insbesondere wenn
ein Home Care Arzt die Betreuung übernommen hatte.
Auch das Bestattungsunternehmen brauchen Sie erst dann zu
benachrichtigen. In der Regel ist es für die Angehörigen hilfreich,
wenn sie sich eine Zeit des Abschiednehmens nehmen.
Der Einstieg in die Trauer ist
leichter und es findet ein gewisser Abschluß der meist sehr belastenden
Pflege statt. Hilfreich sind dann auch Gespräche in der Familie über
das
gemeinsame Leben - die Erinnerungen. Eine Kerze ist möglicherweise
anzuzünden.
Für manch einen ist es richtig, den Verstorbenen zu waschen, zu kämmen
und zurecht zu machen, die Kleidung anzuziehen, die er im Sarg tragen
soll oder möchte. Natürlich ist all dies sehr schmerzhaft. Lassen Sie
ihre Trauer zu, erlauben Sie sich Tränen.